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„Der Westen. Eine Erfindung der globalen Welt“ – der Titel des Buches verrät, was das Abendland in den Augen der Cambridge-Professorin Josephine Quinn ist: nur eine nachträgliche Konstruktion von Identitäten. Eine solche Sicht wird dem Abendland nicht gerecht.
Das woke, globale Weltbild ist gescheitert. Gleichzeitig verliert der alte Konflikt zwischen links und rechts, konservativ, liberal oder grün an Sinnhaftigkeit. Um wieder stark zu werden, muss der Westen einen anderen Kampf führen.
In einem Moment, wo Europa der Welt seine Schätze zeigen könnte – bei der Eröffnung der Olympischen Spiele –, gab es Verzerrt-Verqueres, wo es um Identität und Zukunft gehen sollte. Doch die Salzburger Festspiele glänzen zeitgleich mit einem Gegenbild. Auch dort ist eine Tafelszene zentral.
Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele – oder vielmehr der Transolympischen Spiele – von Paris ist ein Ausweis des Verrats an der olympischen Idee, an der Kultur des Westens, an seiner Geschichte und seiner Tradition. Eine Philippika
Deutschland wird als der „kranke Mann Europas“ bezeichnet. Und Europa fehlt es nach dem Fall des Eisernen Vorhangs an einem Gründungsmythos, an der großen Erzählung. Doch jede Krise ist auch Anlass für Hoffnung. Eine Bestandsaufnahme
Das Abendland stirbt. Aber nicht, weil es von außen oder innen bedroht ist, sondern weil es jedem letztlich egal geworden ist. Lohnt es, sich der Entwicklung entgegenzustemmen?